Rache ist Blutwurst
(17.11.99 - Autor: Ute)
Ich war sauer, stinkesauer, als ich die Wohnungstüre hinter mir mit einem kräftigen Schwung und äußerst geräuschvoll ins Schloß warf. Dieser dämliche Idiot von Chef - hatte er mir heute doch einmal mehr deutlich bewiesen, was er von Frauen hielt: genaugenommen weniger als nichts.
Sie dienten seiner hohen Meinung nach lediglich als billige und hübsche Dekoration für Männer wie ihn. Männer also, die Klasse und Geld hatten, wie er meinte. Der und Klasse, ein schmieriger, schleimiger Typ war er, sonst nichts. Geld, ok, das hatte er wohl in rauhen Mengen - aber nicht zuletzt auch dank billiger Arbeitskräfte wie mir. Die kleine, attraktive Sekretärin, die für ihn tippen und Kaffee kochen durfte, das war ich. Und heute hatte ich mich erdreistet, ihn zu bitten, seine Hand von meiner Schulter zu nehmen, die er in den letzten Tagen immer häufiger - zunächst wie zufällig - dorthin plaziert hatte, während er mir mit gewichtiger, dröhnender Stimme seine ach so gewandten Briefe diktierte. Heute begann er damit, seine Hand in Richtung des geöffneten Teils meiner Bluse wandern zu lassen. War ich doch schamlos genug, bei 30 Grad Hitze den obersten Blusenknopf offenstehen zu lassen.
Der arme Chef, ein so smarter Typ wurde von einem so billigen Flittchen wie mir in so auffälliger Weise angemacht - ich bin sicher, so sah er zumindest die Sache. Wie konnte er da seinen Trieben, die unterhalb der Gürtellinie gereizt wurden, länger widerstehen? Nein, ich hatte es ja seiner Meinung nach so gewollt!
Ich hingegen sah die Sache in einem völlig anderen Licht: er war ein bereits fett ansetzender Mann mittlerer Größe in mittleren Jahren, der keinerlei Anziehung auf mich ausübte. Seine Backen geruhten bereits, sich etwas hängenzulassen, seine Augenringe waren eine echte Zierde und sein Kinn hatte sich bereits mehrfach verdoppelt. Die bereits kahl werdende Haarpracht war zwar mühsamst zurechtgekämmt, um das Schlimmste zu verbergen, ließ aber seine starke Neigung zum zukünftigen Wiesenkranz bereits gut erkennen. Seine Rolex pflegte er seinen ärmeren Gegenüber gerne nahezu unauffällig vorzuführen, indem er übertrieben oft den darüberfallenden Ärmel betont zurückstrich - das Ganze mit einer Hand, an dem ein dicker, teurer, aber nichtsdestoweniger völlig geschmackloser Siegelring protzte. Er roch schon morgens nach Achselschweiß, was auch sein Hugo-Boss-Anzug und seine teuren Seidenhemden nicht verbergen konnten. Am bestechendsten waren an seiner ganzen Erscheinung seinen stets äußerst scheußlichen Krawatten, auf deren Anschaffungswert er außerordentlich stolz war.
Meine Erscheinung war vermutlich ein völliger Gegensatz zu seiner imposanten Persönlichkeit. Meine Kleidung war billigste Kaufhauskleidung von der Stange. Und hatte ich doch leider die meisten körperlichen Attribute, die ein Mann in der Regel an einer Frau so schätzt. Langes, lockiges, durnkelblondes Haar und große braune Augen, dazu war ich recht schlank und groß gewachsen. Wie meinte mein ehrenwerter Chef bei seiner unerwünschten Liebkosung doch so passend: "Ich bin begeistert von Ihren langen Beinen, die fast bis an Ihren Hals reichen”. Was für eine geistreiche Bemerkung! Vermutlich wollte er mir also die Beine streicheln, als sich seine Hand in meinen Ausschnitt schob.
An meinen geistigen Fähigkeiten war der Mann kaum interessiert. Ich betrachte mich selbst als aufgeschlossen und intelligent und wäre ausgesprochen glücklich, wenn ich endlich eine Arbeit hätte, die mich geistig auch fordern würde. Die Tipperei und das Kaffeekochen waren alles andere als befriedigend - obendrein sollte man dann als Frauchen auch noch stets den Chef mit einem strahlenden Lächeln beglücken. Oder sogar mit mehr, wenn man es genau nimmt.
Mensch, war der Typ sauer, als ich ihn aufforderte, seine schmutzigen Hände von meinem Körper zu entfernen. Er erstarrte förmlich und dann schmetterte er mir wütend entgegen: “Was bildest du dir eigentlich ein, du billiges, kleines Flittchen, wer du bist? Du kannst dich geehrt fühlen, daß ich dich überhaupt so aufmerksam beachte. Du solltest dich darum reißen, von mir beschlafen zu werden.” Mir rutschte leider spontan heraus, daß mir jeder billige Vibrator lieber wäre als das Letztere. Daraufhin flippte er echt aus: ich sei eine miese Schlampe, und er würde mir schon zeigen, wer der Herr im Laden sei. Ich könnte mich auf einiges vorbereiten in den nächsten Tagen, unter anderem Überstunden ohne Ende und die Mittagspausen könnte ich auch abhaken.
Rums, da hatte ich die Misere, das kommt davon, wenn man sich gegen einen großen Herrn und Meister erhebt. Er begann auch sofort mit zermürbenden Diktaten: da er dazu ein Handbuch hernahm und dieses einfach in einem atemberaubenden Tempo ablas, hegte ich schnell den wohl begründeten Verdacht, daß dies Schikane Nummer eins wäre. Mein Bleistift qualmte, mein Handgelenk schmerzte und ich begann schon bald, müde zu werden und fast den Anschluß zu verlieren. Aber ich wollte mir keine Blöße geben und hielt auf diese Weise zwei Stunden durch. Es war nun fast Feierabend, und ich sah, wie er höhnisch grinste, als er sagte: “Ich möchte dies bis morgen früh 7 Uhr sauber getippt auf dem Schreibtisch liegen haben.” Dann packte er zusammen und ging feixend von dannen.
Nach weiteren zwei - unbezahlten - Überstunden war ich fix und fertig und machte mich auch von dannen. Die nächsten Wochen konnten ja heiter werden: entweder entschuldigte ich mich bei dem Saukerl und schlief mit ihm, oder mir drohte die Hölle. Langsam kroch die Wut in mir hoch, so daß mir abwechselnd heiß und kalt wurde.
Und nun stand ich hier völlig aufgebracht an meine unschuldige, ins Schloß geschmetterte Wohnungstüre gelehnt, und fragte mich, was ich tun sollte. Ich hätte auf der Stelle alle Männer auf der Welt, die sich so überlegen und toll fühlten, in der Luft zerreißen können.
Wie ein Blitz schoß mir eine wundervolle Idee durch den Kopf: ich würde in das verruchte Anmachviertel gehen und mich fürs erste einmal wundervoll entspannen, dann könnte ich ja weitersehen. Ich musterte gründlich meinen Kleiderschrank und entschied mich dann für eine schwarze, hautenge Lederhose und ein knallrotes, brustbetontes Mieder. Hochhackige, schrillrote Pumps, auffallend große und billige Ohrringe rundeten mein Erscheinungsbild fast vollkommen ab. Die lange Mähne wurde noch entsprechend auf wild gestylt und ein Make-up mit echter Signalwirkung aufgelegt. Auf diese Weise konnte ich nicht nur mit Marilyn und Madonna, sondern auch mit Pretty Woman problemlos konkurrieren.
Nach ein paar Gehversuchen fühlte ich mich in der schwindelnden Höhe sicher genug, um die Wohnung zu verlassen und den Bus in das anrüchige Viertel zu nehmen. Dort konnte ich schon deutlich die Wirkung meiner ansprechenden Aufmachung an den Mienen aller männlichen, na ja, dieses Mal auch aller weiblichen Insassen ablesen. Die Aussage der männlichen Mienen war aber nur zum Teil dieselbe wie die der weiblichen. Es dachten nämlich alle: "Meine Güte, ist das eine billige, aufgetackelte Schlampe!” Die Herren der Schöpfung fügten aber sofort einen weiteren Gedanken hinzu: "Ich gäbe einiges darum, um mit der ein paar Stunden verbringen zu können!” Ich war zufrieden, diesen Erfolg hatte ich mir genauso ausgemalt.
Als ich den Bus verließ, stakste ich sofort in die Richtung der dunkelsten Gassen des Mörderviertels, wie es auch gerne vom gemeinen Volk genannt wurde. Zuvor mußte ich allerdings noch ein Stück die größte Straße dort entlangziehen, und mich von den aufdringlichen Neonreklamen blenden lassen. Auch hier konnte ich einen einzigartigen Erfolg bezüglich meines Auftretens verbuchen -dieses Mal waren meine hingebungsvollen Zuschauer auch fast nur Männer und der Rest zumindest keine Damen. Ich bemühte mich darum, meinen Hüftschwung beim Gehen zu perfektionieren und ließ auch in reizender Weise meine festen Brüste im Korsett wippen.
Die Typen, die mich ansprachen und dabei dezent mit Geldscheinen winkten, ließ ich links liegen, indem ich einfach weiterstelzte. Den etwas Aufdringlicheren zischte ich böse: "Verpiß Dich!” zu, woraufhin sie schnell und kampflos aufgaben. Zum Glück war die finstere Gasse, die ich anvisierte, nicht mehr weit. Aufatmend bog ich um die Ecke und ließ die enttäuschten Freier hinter mir. Nun begann ich langsam durch die schmalen Straßen zu schlendern, wobei ich aufmerksam meine hübschen Ohren spitzte.
Mein Plan ging schnell auf, ich mußte nicht lange warten, schon erklang der Widerhall von Schritten hinter mir. Ich mußte leise lächeln, vermutlich war es die Vorfreude. Mein Vergnügen sollte demnächst stattfinden.
Schon wurde ich brutal am Ellenbogen herumgerissen: vor mir stand fünf Typen, alle dem Klischee entsprechend in abgetragenen Lederjacken, mehr oder weniger rockig oder punkig frisiert, und jeder versuchte einen einschüchternden Blick zur Schau zu tragen. Dabei konnte keiner seine Lüsternheit verbergen.
Der Größte und wohl auch Schwerste kam lässig auf mich zugeschlendert, während seine Kumpels begannen, mich enger einzukesseln. "Na, Süße, läufst wohl tatsächlich noch frei herum? Ich denke, da müssen wir dich wohl gründlich testen, ob wir dich nicht als Pferdchen hoppeln lassen können?” Lautes Gegröle, es schien einer seiner besseren Witze gewesen zu sein.
Ich warf der Gruppe einen völlig erschrockenen Blick zu und bemühte mich, die Augen demütig auf den Boden zu richten. Mit piepsender Stimme gab ich von mir: "Bitte, bitte, laßt mich doch in Frieden, ich tue Euch doch auch nichts!” Dieser Witz schien noch besser anzukommen, Mister Extragroß schrie fast vor Lachen. "Kann schon sein, Puppe, aber wir wollen dir was tun. Wer hier alleine herumläuft, hat es schließlich nicht anders gewollt, nicht wahr?” Nun war er schon bedrohlich nahe, ich sank langsam in mich zusammen, während sich der Kreis der Kerle um mich endgültig schloß, um mir auch den letzten Fluchtweg zuzubauen. Die Situation war für mich nun völlig aussichtslos: gleich würden sie über mich herfallen!
Lässig schlug ich die Beine im Kostümchen zusammen, als ich die Zeitung an meinem Schreibtisch entfaltete. Meine Neugierde war unermeßlich: hatte es noch zu einem Bericht gereicht, oder war ich gestern zu spät in die Innenstadt gezogen? Es gab natürlich keinen Bericht -  es hätte mich auch gewundert, wenn diese gefährlichen, mörderisch aussehenden, am liebsten Passantinnen belästenden Typen hinterher zur Polizei gezogen wären.
Sie hatte ihren Kreis um mich sehr schnell sehr eng gezogen und wetteiferten schon miteinander, wer es mir als erster besorgen dürfte. Ich versuchte, mich noch ein wenig mehr zusammensinken zu lassen, noch etwas hilfloser zu wirken und wimmerte leise und um Gnade flehend, was sie nur zu einem lauten, begeisterten Johlen hinriß. Dann ging aber alles plötzlich sehr schnell: als Mister Extragroß-und-häßlich mich an der Schulter packen und zu sich herumreißen wollte, schnellte meine rechte Hand vor - und bildsauber, wie ich es im Selbstverteidigungskurs gelernt hatte, stieß ich ihm beide Finger in beide Augen - gleichmäßig, damit sich keines benachteiligt fühlte.
Es wurde ganz schnell ganz ruhig um mich herum. Wie ich es mir gedacht hatte, hatten die Kerle auch noch extralange Leitungen - sie hatten mich beobachtet und ich hatte etwas völlig Unerwartetes völlig ruhig, fast unbeteiligt getan: mich wirkungsvoll gegenüber ihrem Boss verteidigt. Während sie noch kurz in der Winterstarre verharrten, schlüpfte ich aus den waffenartigen Stöckelschuhen und lauschte ergriffen dem schmerzhaften Gewimmer ihres glorreichen Anführers. Zwischen den Klagelauten stieß er dann plötzlich wütend hervor: "Schnappt euch das Miststück, rächt mich!". Oh weh, jetzt wachten sie auf - aber glücklicherweise nicht alle gleichzeitig, der Kerl mit der schmutzigsten Lederjacke und dem eleganten Piercing in der wulstigen Unterlippe reagierte überraschenderweise zuerst und wollte sich mit einem ohrenbetäubenden Gebrüll auf mich stürzen.
Ich begann nun überaus elegant meine jahrzehntelang trainierten Karateübungen gezielt an den Mann zu bringen - voller Freude traktierte ich ihn kurz, aber herzhaft mit meinem rechten Fuß. Er begrüßte die Begegnung nicht so sehr, keuchte kurz auf, als mein Fuß seinen Magen begrüßte und ging sofort zu Boden wie ein Schwächling. Enttäuscht wandte ich mich voller Hoffnung an den nächsten Gegner: der mit den großen und leuchtend roten Pickeln im Gesicht, das nun ganz verbissen zusammengekniffen wurde. Da ich gerade so schön Schwung geholt hatte, ließ ich meinen kampferprobten rechten Fuß nun auch mit seinem Gesicht kollidieren, was ihm etwas zum Schaden gereichte, sprich, er kippte einfach zur Seite.
Die beiden restlichen Burschen waren nun alarmiert durch das Keuchen ihrer beiden erledigten Kumpel und das Gejaule ihres Chefs, der mich weiterhin völlig ungalant mit den tollsten Ausdrücken titulierte. Ich meinte, irgendwas in der Richtung von Nutte, Drecksau und weniger Druckreifes zu hören, achtete aber dann doch lieber auf die neue Herausforderung. Der eine hatte eine riesige knollenförmige Nase im Gesicht, die von zwei Schweinsäuglein umsäumt war, der andere war ein Muskelpaket von dem Typus, die kaum gehen können vor Kraft. Bis zum Hals sah er auch ganz gut aus, doch sein Kopf gereichte ihm leider nicht zur Zierde: das Haar hing fettig an den Seiten herab und eine große Narbe zog sich quer über seine linke Wange. Als beide gleichzeitig von zwei Seiten auf mich eindringen wollten, tauchte ich blitzschnell, aber elegant weg, um ihnen dann zur Belohnung hintereinander einen Handkantenschlag in den Nacken zu verpassen. Na, und das war es dann leider auch schon: vor mir lagen vier lädierte Supermänner und kniete ein jammernder Bandenboss, der sich die Augen hielt, aus denen die Tränen nur so herausschossen.
Ok, also konnte ich zu Teil zwei meines abendlichen Vergnügens übergehen. Die weiteren Schimpfworte ignorierend, baute ich mich vor Mr. Extragroß-geschlagener-Boss auf. "Na, Süßer, wie fühlen wir uns jetzt?" fragte ich unschuldig, was nicht gut ankam, er geiferte regelrecht. "Ok, ok, ich bin eigentlich auch nicht an deinem Wohlbefinden interessiert - wichtiger ist jetzt, was ich mit euch tun soll!" Sein Gekeife verstummte, er blinzelte mich verblüfft unter Tränenströmen an. "Am liebsten würde ich jetzt die Polizei holen", meinte ich gelassen, "schließlich habt ihr eine arme und unschuldige Frau zu überfallen versucht!". "Heeee, das war doch nur Spaß"; meinte der große Führer verwirrt, "laß diese Bullen aus dem Spiel. Hör zu, du hast deinen Spaß gehabt, also laß uns in Frieden und zieh ab!". "Nein, nein, mein Lieber, nicht so schnell - IHR hättet mich auch nicht so ungeschoren davonkommen lassen. Und da es mir ja sooo leid tut, daß ihr um euren Spaß herumgekommen seid, will ich euch noch einen Deal für heute Nacht anbieten: ich laß die Bullen aus dem Spiel, aber ihr seid mir einen kleinen Gefallen schuldig." Der große Meister wirkte zunehmend verwirrter und blickte ratlos auf seine geschlagenen Soldaten. "Einen Gefallen?", stotterte er. "Ja", strahlte ich ihn an, "einen winzigen kleinen Gefallen und wir sind wieder quitt!".
Als die Türe zum Büro geöffnet wurde, kam ich schnell wieder aus der Welt meiner Erinnerungen zurück. Die Welt der Gegenwart war ja auch ganz spannend. Ich blickte aufmerksam hinter meinem Schreibtisch auf und sah meinen Chef vor mir stehen - und mußte mir ein Lächeln verkneifen. Er sah nicht ganz so nach Mann von Welt aus wie sonst, ganz im Gegenteil, obwohl im die tiefschwarze Sonnenbrille, die wohl ein blaues Auge verdecken sollte, nicht schlecht stand. Leider wurde dieser flotte Eindruck durch die blutverkrustete geschwollene Unterlippe etwas zerstört. Auch die ruckartigen, weil von Schmerzen untermalten Bewegungen standen im krassen Gegensatz zu der coolen Brille. Ich blickte meinem geliebten Fummelchef erwartungsvoll entgegen.
Es war ihm anzusehen, daß ihm die folgenden Worte nicht leicht ankamen, er war halt schon ein Herz von einem Menschen: "Kommen Sie auch bitte nachher in mein Büro, sobald Sie Zeit haben . Wir müssen noch über die Abgeltung Ihrer 100 unbezahlten Überstunden der letzten Monate reden - sowie über eine längst fällige Gehaltserhöhung." Ich strahlte ihn an: "Ja, natürlich, aber gerne, Chef! Ich komme gleich!". Er wankte geschlagen in sein Büro. Als die Tür sich hinter ihm schloß, konnte ich mein Lachen nicht länger zurückhalten. Die Medizin hatte gewirkt: eine Medizin in Form von fünf nächtlichen, heruntergekommen und schlagkräftigen Besuchern, die sich als meine Freunde ausgaben und in meinem Namen einen Überstundenausgleich und eine Gehaltserhöhung forderten. Darüber hinaus machten sie ihm klar, daß weitere Belästigungen am Arbeitsplatz nicht erwünscht waren. Ja, wir waren quitt, die Jungs hatten ihren Teil der Abmachung erfüllt - und mit IHM war ich auch quitt, zumindest für die nächsten paar Tage, bis ich mir einen angenehmeren Job gesucht hatte ...