Fazit
Das Thema der Personalkosten wird heute leider immer mehr wie ein Glaubenskrieg behandelt. Anhand des Rechenexempels wollten wir aufzeigen, daß mindestens eine zentrale Aussage zu dem Thema nur schwer nachvollziehbar ist. Um eine sachlichere und damit fruchtbarere Diskussion zu erreichen, sollten daher die Basisaussagen von allen Beteiligten besser untermauert und offen gelegt werden.
Enttäuschender aus meiner persönlichen Sicht, und das war auch mit ein Grund, warum dieser Artikel entstand, ist die kritiklose Hinnahme zentraler Aussagen zu dem Thema "Personalkosten" auch von ansonsten kritischen Personen. Wenn jemand die Aussage trifft, für Personal seien 100% Zuschlag notwendig, dann mag das ja vielleicht sein, aber er sollte auf Anfrage das auch vorrechnen können. Ich traf bisher einige, die fest und steif behaupten, es sei so, aber keiner war in der Lage, mir das einmal auf Papier aufzuzeigen (Sorry, Freunde).
Auch der vielzitierte Personalkostenanteil als eine Folgewirkung sollte in diesem Zusammenhang genauer belichtet werden. Sicher sind auch hier mehrere Seiten zu beachten, aber den Personalkostenanteil einfach per se als etwas Negatives hinzunehmen, sozusagen als gottgegebenes Übel, das ist doch zu einfach gestrickt. Keiner käme auf den Gedanken, alle Maschinen rauszuwerfen, weil sie Geld kosten. Beim Personal scheint das logisch zu sein. Scheinlogik?
Immerhin repräsentiert der Personalkostenanteil das einzige Geld, daß ein Unternehmen in die wirkliche Produktion steckt. Alles andere sind mehr oder weniger dringend benötigte Hilfsmittel. Jahrtausendelang konnte die Menschheit ohne Maschinen Waren anfertigen - und bis heute taugt auch die beste Maschinenstraße nichts ohne mindestens einen Hilfsarbeiter, der die Rohstoffe aus dem Lager zuführt.
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Damit soll der Artikel enden. Sicherlich ist das Thema sehr kontrovers zu diskutieren, und erfahrungsgemäß gibt es so viele Meinungen wie an der Diskussion beteiligte. Das hier war meine.