Charta der Menschheit
(06.02.00 - Autor: Olli)
Die Charta der Menschheit hat das ultimative Überleben der Menschheit zum Ziel. Sie benötigt nur einige wenige und einfache Prinzipien - Sparsamkeit, Vielseitigkeit, Konkurrenz, Vorsorge - um die Chancen auf dieses Überleben zu verbessern.
Die Charta der Menschheit gilt bis zum Ende aller Zeiten und darüber hinaus. Sie lautet:
graphic Sparsamkeit:
"Für das langfristige Überleben ist die langfristige Verfügbarkeit von Ressourcen notwendig und folglich sicherzustellen."
Unter Ressourcen fallen Rohstoffe, Energie, Wissen, Fähigkeiten und alle ökonomischen und ökologischen Ressourcen. Jede Vergeudung gefährdet die langfristige Verfügbarkeit und ist deshalb zu minimieren. Die Vernichtung von Ressourcen ist durch Bewahrung und Wiederherstellung zu verhindern, denn jede vernichtete Ressource ist auf lange Sicht betrachtet unwiderbringlich verloren. Menschen und ihre Fähigkeiten sowie die sie prägenden kulturellen, sozialen und geistigen Phänomene sind in diesem Zusammenhang ebenfalls zu bewahrende Ressourcen.
graphic Vielfalt:
"Für das langfristige Überleben ist es notwendig, die richtigen Ressourcen einzusetzen und folglich die Vielfalt der Ressourcen sicherzustellen."
Den Anforderungen der Zukunft kann langfristig nur durch rechtzeitige Ausprägung der notwendigen Ressourceneigenschaften entgegengetreten werden. Diese Anforderungen können naturgemäß nur kurzfristig vorhergesehen werden. Es ist daher eine weitgehende Vielfalt an Ressourcen in ausreichender Menge vorzuhalten und zu entwickeln, um eine ausreichende Bandbreite von Anforderungen befriedigen zu können. Die Vielfalt ist als ein dynamischer, in Veränderung befindlicher und fortschreitender Prozeß der Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender und der Entwicklung neuer und unterschiedlicher Ressourcen zu verstehen.
graphic Konkurrenz:
"Keine Ressource kann alle Lösungen bieten, daher ist die Konkurrenz der Ressourcen sicherzustellen."
Verschiedene Ressourcen werden zu verschiedenen Zeiten die besten Antworten auf die Anforderungen der Zukunft darstellen. Folglich wird keine Ressource für immer und in allen Umgebungen die beste Antwort darstellen, und folglich darf daher keine Ressource alle anderen Ressourcen verdrängen. Umgekehrt wird die Fortentwicklung aller möglichen Ressourcen mit der langfristigen Sicherung der Ressourcen kollidieren. Das Konkurrenzprinzip wird ausreichend richtig umgesetzt, solange Ressourcen nicht andere Ressourcen überwiegend belasten und die fortdauernde Entwicklung anderer oder neuer Ressourcen erfolgt.
graphic Vorsorge:
"Die zuvor genannten Prinzipien sind zu bewahren, die Auswirkungen von Katastrophen sind daher vorbeugend zu umgehen."
Als Katastrophe gilt jeder Einfluß, durch den die aus den oben genannten Prinzipien entstandene Dynamik wesentlich gemindert wird. Endogene Katastrophen entstehen selbstverursacht aus dem Einsatz oder mangelndem Einsatz von Ressourcen. Exogene Katastrophen entstehen durch Ereignisse, die entweder nicht vorhersehbar waren oder deren Vermeidung mit den verfügbaren Ressourcen nicht möglich ist. Da Katastrophen mit ihrem Eintreten zur Vergeudung von Ressourcen oder einem erheblichen Aufwand an Ressourcen zur Vermeidung der Katastrophe führen, sind die Maßnahmen zur Vermeidung endogener Katastrophen bereits frühzeitig aus dem Konkurrenzprinzip abzuleiten. Exogene Katastrophen sind durch die Entwicklung neuer Ressourcen in endogene umzuwandeln.
graphic Dies ist die Charta der Menschheit, ihr Inhalt darf nicht geändert werden, sie darf nur "Charta der Menschheit" genannt werden. Ihr Symbol ist das Omega.
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Aus heutiger Sicht bedingt die Umsetzung der Charta der Menschheit folgende Schritte:
graphic Die aktuelle Tendenz, die Ressourcen dieses Planeten zu verbrauchen und einseitig zu belasten, ist zu stoppen.
graphic Es ist ein ausreichender Bestand an weltweit verfügbaren ökonomischen, kulturellen, sozialen und ökologischen Ressourcen zu schaffen.
graphic Diese Ressourcen sind im Sinne der Charta der Menschheit einzusetzen.
graphic Ein einzelner Planet ist gegenüber Katastrophen zu verwundbar. Es muss daher eine Ausbreitung innerhalb des Sonnensystems erfolgen, um das Risiko zu streuen.
graphic Mit der Ausbreitung in das Sonnensystem werden gewaltige neue Ressourcen entstehen.
graphic Da auch das Sonnensystem als Ganzes auf lange Sicht gesehen zu verwundbar ist, muss die Besiedelung weiterer Systeme und die Besiedelung des umliegenden Raumes angestrebt werden.
graphic Sobald dies einmal begonnen ist, erfolgt zwangsläufig die Besiedelung der Galaxis. In diesem Prozeß werden weiterhin gewaltige Ressourcen auch innerhalb der Menschheit frei, da durch den verfügbaren Raum genügend Inseln für lokale Weiterentwicklungen von Ressourcen entstehen. Die Ressourcen, die der Charta der Menschheit dann zur Verfügung stehen, werden verglichen mit heute eine ungeheure Bandbreite an Potenzialen realisieren.
graphic Nächster Schritt ist der Sprung in weitere Galaxien.
graphic Mit fortschreitendem Alter des Universums wird sich das Leben verändern. Sterne und Galaxien wird es irgendwann nicht mehr geben. Die Charta der Menschheit wird bis zu diesem Zeitpunkt bereits einen großen Teil des Universums besiedelt haben. Irgendwo werden deshalb immer noch weiterhin ausreichende Ressourcen verfügbar sein - welcher phantastischen Art auch immer.
graphic Irgendwann wird das Universum entweder auf irgendeine Art enden oder neue Universen aus sich heraus schaffen. Es ist die Aufgabe der Charta der Menschheit, dies zu überleben und sich selbst fortzusetzen.
Die Charta der Menschheit ist ein Projekt. Es beginnt heute. Es endet nie.
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Ein Schlußwort:
Die Charta der Menschheit ist ausdrücklich auf das langfristige Überleben der Menschheit ausgelegt. Sie geht über die kurze Lebensspanne eines einzelnen Menschen hinaus. Sie umzusetzen bedarf es aber der steten Arbeit eben dieser Menschen in ihrer kurzen Zeit. Sie hat ein Ziel, das nicht wir und auch nicht die nächsten tausend oder zehntausend oder hunderttausend Generationen erreichen werden. In letzter Konsequenz hat die Charta der Menschheit das Ziel, das Universum zu überleben. Denn nur dies bedeutet tatsächlich Überleben, alles andere ist nur ein langes, langes Sterben.
Die Charta der Menschen kann und wird nicht das Leben des einzelnen verlängern. Es ist aber seine Wahl, ob sein Leben nur ein kleiner, isolierter Faden im Vergessen des großen Nichts der Jahrmilliarden ist, oder aber ein kleiner - aber mit vielen anderen zusammen wichtiger - Faden im ununterbrochenden Gewebe einer Geschichte, einer Historie, die sich über Äonen erstreckt, über die Klüfte von Zeiten, die wir nicht einmal annähernd begreifen können, und die die Menschen einmal über das Ende von allem hinaus tragen wird und die die Charta der Menschheit genannt wird.
Und vielleicht ist dies am Ende der Zukunft, am Omega der Zeit, bereits geschehen.